Warum ist Hundefutter ohne Getreide besser?

Das BARF-Konzept orientiert sich an einer natürlichen Ernährungsweise des Hundes. Es vertritt den Ansatz, dass Hunde am besten mit der Nahrung leben, die sie in ihrem natürlichen Lebensraum finden würden.

Hunde sind von ihrem Ursprung her Carnivoren, also Fleischfresser. Früher fraßen sie Knochen, Fleisch, Innereien, Gemüse und Früchte. Vor einigen Jahrzehnten begannen die Menschen, sie auch mit Getreide zu füttern. Gängiges Hundefertigfutter besteht zu etwa 80 Prozent aus Getreide. Hunde haben sich an dieses Futter gewöhnt, es tut ihnen aber nicht unbedingt gut. Es ist nicht notwendig, weil es Hunde nicht in ihrem natürlichen Umfeld fressen würden und sie als Fleischfresser nur wenige Kohlehydrate benötigen.

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Im Vergleich zu Gemüse enthält Getreide sehr wenige Mineralien und Vitamine. Pflanzenmaterial ist durchaus etwas, was Hunde brauchen. Wilde Hunde haben dies früher roh gefressen. Je nach Lebensraum haben sie Pflanzen, Beeren, Wurzeln und Nüsse gefressen. Zusätzlich haben sie die Därme ihrer Jagdbeute gefressen, die Pflanzen des erlegten Tieres enthielt. Dieses in den Gedärmen „gekochte“ Gemüse war wohl wichtig für Hunde und versorgte sie mit den für sie notwendigen Kohlehydraten.
Zudem zeigt sich zunehmend, dass Hunde gesundheitliche Probleme mit Getreide entwickeln, vor allem durch Weizen Allergien entstehen und diese eventuell durch Gluten verursacht wurden. Eine Gluten-Unverträglichkeit kann sich durch Blähungen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Koliken bemerkbar machen.

In der Rohernährung muss man nicht auf Getreide verzichten, man kann aber. In bestimmten Mengen schadet es dem Hund sicherlich nicht, aber es ist nicht notwendig. Auch Reis oder Kartoffeln gehören nicht zu einer natürlichen Hundeernährung.
Mit einer ausgewogenen Barf-Ernährung bestehend aus Fleisch von verschiedenen Tieren, Knochen, Innereien und Gemüse enthält ein Hund alle Nährstoffe, die er braucht. Das Fleisch liefert dem Hund wichtige Eiweiße, Mineralien und Vitamine, wie zum Beispiel die notwendigen B-Vitamine. Knochen enthalten eine ausgewogene Mineralkombination wie etwa Calzium, Phosphor und Magnesium. Innereien sind fettarm und reich an fettlöslichen Vitaminen, wie etwa Vitamin A. Öle unterstützen die Fettsäurezusammensetzung des Fleisches. Gemüse und Obst enthalten viele wasserlösliche Vitamine (zum Beispiel Vitamin E). Geeignet sind beispielsweise Möhren, Äpfel, Beeren oder auch Salat.

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Eine getreidefreie Hundeernährung trägt meist auch dazu bei, dass der Hund sein Gewicht besser hält. Im Allgemeinen hat die BARF-Fütterweise einen positiven Effekt auf die Hundegesundheit. Es braucht erstmal ein wenig Wissen und Vorbereitung, um mit dem Barfen zu beginnen. Für den Einstieg gibt es zahlreiche Bücher, die Barf erklären. Mittlerweile gibt es auch einige Hersteller, die fertige Barf-Produkte in tiefgefrorenen Portionsgrößen anbieten.

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