Warum ist barfen gut für deinen Hund?

mush_branding_images_kuluttajat_JPEG_SRGB_09

Barf orientiert sich daran, wie Hunde ursprünglich gefressen haben. Als Karnivoren, also Fleischfresser, bestand ihre Nahrung aus Knochen, Fleisch, etwas Gemüse und Beeren. Anders als heute, war eine Hundenahrung meist komplett roh und verzichtete auf große Mengen Getreide.

Es gibt einige Berührungsängste gegenüber dem Barfen und Zweifel, dass eine rohe Mahlzeit einem Hund alles gibt. Andere haben Ängste, dass die Fütterung mit frischen Zutaten unhygienisch oder sogar gefährlich für den Hund ist.

Warum ist barfen also gut für einen Hund? Barf-Experten, wie zum Beispiel die Finnin Riikka Lahti, erklären dies anschaulich anhand des Körperbaus eines Hundes. Seine scharfen Eckzähne und sein Kiefer sind so angelegt, dass er Fleisch und Knochen kaut und diese in größeren Mengen schluckt. Anders als Pflanzenfresser kann ein Hund seine Kiefer nicht seitlich bewegen. Das ist ein Zeichen, dass er vorwiegend Fleisch reißt. Der Magen eines Hundes ist verhältnismäßig groß für seine Körpergröße. Dies ist ebenfalls ein Indikator, dass er Fleisch und Knochen in großen Mengen aufnimmt. Der Hundedarm dagegen ist recht kurz. Er verdaut wenige Ballaststoffe, wie sie zum Beispiel in Getreide enthalten sind und braucht deshalb keinen langen Darm, weil er vorrangig Fleisch frisst.

Das Fleisch enthält Eiweiße, die den gesamten Körper aufbauen. Die Knochen helfen bei der Skelettbildung und sorgen dafür, dass das Verhältnis von Calcium und Phosphor im Gleichgewicht bleibt. Die Knochen liefern dem Hund notwendige Mineralien.

Ein Hundekörper kann selber Enzyme zu produzieren, er braucht aber auch zusätzliche aus der Nahrung. Rohfleisch hat viele Enzyme. Für wichtige Körperfunktionen benötigen Hunde auch Innereien, vor allem Leber. Rohe Innereien enthalten fettlösliche Vitamine und Enzyme, die notwendig für die Funktionen des Hundekörpers sind. Gemüse liefert Hunden viele wichtige Nährstoffe und sollte zwei bis zehn Prozent der Ernährung ausmachen.

MUSH-westie-lumituiskussa

Mit Barf ist es ausreichend, einen Hund einmal am Tag zu füttern. Damit ein Hund alles bekommt, was er braucht, sollten die Mahlzeiten besonders ausgewogen sein. Als Fleisch sind Rind, Pute, Huhn, Schaf, Ren und noch vieles mehr geeignet. Für ein gesundes Hundefutter ist es ausreichend, die verschiedene Fleischsorten innerhalb einer Woche abzuwechseln, idealerweise sollte das Futter in einer Woche von drei verschiedenen Tieren kommen.

Die Futtermenge errechnet sich aus dem Körpergewicht und sollte zwischen zwei und fünf Prozent liegen. Anfangs kann dies erstmal wenig erscheinen, grade nach dem Wechsel von Fertigfutter, aber es handelt sich bei Barf um sehr nährstoffreiche Nahrung. Den Einstieg erleichtert Literatur über Barf oder es gibt auch mittlerweile Hersteller, die Rohfutter fertig anmischen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *